Förderungen

Förderungen in Österreich 2026: 5.000+ Programme, und so findest du deine in Minuten

Wer „Förderungen Österreich“ oder „Förderungen Wien“ googelt, bekommt Förderberichte, Gesetzestexte und Broschüren von vor vier Jahren. Was fehlt, ist die Antwort auf die eigentliche Frage: Welche Förderung passt zu meinem Vorhaben, und gilt sie noch? Dieser Beitrag gibt den Überblick, für Haushalte genauso wie für Betriebe.

Kurz gesagt

In Österreich gibt es mehr als 5.000 Förderprogramme, von der EU bis zur Gemeinde. Rund drei Fünftel davon richten sich an Privatpersonen, der Rest an Unternehmen, manche an beide. Die meisten stehen nur auf der Website der jeweiligen Förderstelle, verteilt über mehr als 1.000 Seiten. Die FörderDatenbank der FörderAkademie sammelt sie an einem Ort, prüft jeden Eintrag gegen die Quelle und zeigt dir mit dem kostenlosen Förder-Match, welche Programme zu deinem Ort und deinem Vorhaben passen.

Warum sind Förderungen so schwer zu finden?

Nicht, weil es zu wenige gibt. Sondern weil es zu viele Stellen gibt, die sie vergeben. Förderungen kommen von der EU, vom Bund, von den neun Bundesländern, von Kammern, Stiftungen und von Städten und Gemeinden. Jede Stelle veröffentlicht ihre Programme auf der eigenen Website, mit eigenen Begriffen, eigenen Fristen und eigenen Formularen.

In der FörderDatenbank stehen mit Stand 23. Oktober 2026 5.293 Programme, verteilt auf 1.006 Websites. Der größte Block kommt nicht vom Bund, sondern von den Gemeinden: 3.566 Programme aus 926 Städten und Gemeinden. Dazu 560 vom Bund, 537 von Wirtschaftskammern, 534 von Bundesländern, 49 von Regionen, 39 von der EU und 8 von Stiftungen und Fonds.

Genau diese Gemeindeprogramme sieht fast niemand. Sie stehen auf der Gemeindeseite unter „Service“ oder „Formulare“, tauchen in keiner Bundesübersicht auf und werden selten beworben. Ein Beispiel aus der Datenbank: Die Stadt Salzburg zahlt Betrieben für Lehrstellen 3.000 bis 6.000 Euro. Wer nur bei aws, FFG oder Wirtschaftskammer sucht, findet das nie.

Aus über 2.500 Beratungen wissen wir: Die Förderung, die am Ende den Ausschlag gibt, ist oft nicht die bekannte Bundesförderung, sondern eine aus dem Land oder der Gemeinde, von der der Betrieb vorher nie gehört hat.

Welche Förderungen gibt es in Österreich?

Förderung heißt nicht immer Zuschuss. Die häufigsten Formen:

Zuschuss
Geld, das du nicht zurückzahlst, meist ein Prozentsatz der anerkannten Kosten bis zu einem Höchstbetrag. Beispiel: Die Wirtschaftsagentur Wien zahlt bei der Förderung Digitalisierung 50 Prozent, höchstens 50.000 Euro.
Pauschale
Ein fixer Betrag je Maßnahme. Beispiel: der Kesseltausch des Bundes mit 5.000 Euro für eine Wärmepumpe.
Darlehen und Haftung
Ein günstiger Kredit oder eine Garantie, damit die Bank finanziert. Typisch bei aws-Krediten oder in der Wohnbauförderung der Länder.
Prämie und Steuerbonus
Geld über die Steuer, etwa die Forschungsprämie. Beantragt wird beim Finanzamt, nicht bei einer Förderstelle.
Beteiligung
Eigenkapital statt Zuschuss, etwa Wiener Wachstum der Wirtschaftsagentur mit 100.000 bis 500.000 Euro.

Und die Ebenen: Die EU fördert vor allem Forschung und Kooperationen. Der Bund arbeitet über Agenturen wie aws, FFG, AMS und die Kommunalkredit Public Consulting, die Umweltförderung und Sanierungsoffensive abwickelt. Die Länder haben eigene Wirtschafts-, Wohnbau- und Energieförderungen, in Wien gebündelt bei der Wirtschaftsagentur Wien und der Stadt Wien. Kammern fördern ihre Mitglieder, etwa bei Weiterbildung und Gründung. Und Gemeinden fördern, was vor Ort fehlt: von der Lehrstelle bis zur Fachärztin, die sich in Murau niederlässt.

Förderungen für Unternehmen: Beispiele aus Wien

Jedes Bundesland hat eigene Programme und eine eigene Stelle dafür. Wien zeigt als Beispiel, wie breit das Angebot ist: Allein die Wirtschaftsagentur Wien hat derzeit mehr als ein Dutzend Programme offen, die meisten mit Einreichfrist 31. Dezember 2026. Eine Auswahl, die Zahlen stammen aus den jeweiligen Programmdokumenten:

  • Digitalisierung: 50 Prozent, bis zu 50.000 Euro, für KMU, die seit mindestens einem Jahr in Wien sind.
  • Innovation: 45 Prozent für kleine und 35 Prozent für mittlere Unternehmen, bis zu 300.000 Euro für neue Produkte und Verfahren.
  • Lebendiges Grätzl: 25 bis 35 Prozent, bis zu 20.000 Euro für Umbau, Geräte und Digitalisierung im Erdgeschoßlokal.
  • Produktion: 50 Prozent, bis zu 200.000 Euro für neue Produktionsabläufe und energieeffiziente Maschinen, auch für große Unternehmen.
  • Standort: bis zu 500.000 Euro für neue oder erweiterte Betriebsstätten.

Dazu kommen Bund und Kammer. Die bekannteste Bundesförderung für Digitalisierung, KMU.DIGITAL, ist allerdings seit September ausgeschöpft und läuft ab 2027 nicht weiter. Umso wichtiger wird, was Länder und Gemeinden anbieten, und das ändert sich laufend.

Eine Grenze gilt bei vielen dieser Programme: die De-minimis-Regel. Alle De-minimis-Förderungen österreichischer Stellen an ein Unternehmen samt verbundenen Unternehmen dürfen in drei Jahren zusammen 300.000 Euro nicht übersteigen. Wer mehrere Förderungen kombiniert, muss diese Summe im Blick behalten. Was das konkret heißt, erklärt das Infoblatt De-minimis der FörderDatenbank.

Förderungen für Privatpersonen und Haushalte

Überraschend für viele: Mehr als die Hälfte aller Programme richtet sich an Privatpersonen. In der FörderDatenbank sind es 3.145. Die großen Themen sind Wohnen und Sanieren, Energie, Familie, Aus- und Weiterbildung und Mobilität.

Zwei Beispiele, die gerade laufen:

  • Der Kesseltausch des Bundes startet am 2. November 2026 neu: bis zu 4.000 Euro für einen Fernwärmeanschluss, 5.000 Euro für eine Wärmepumpe und 6.000 Euro für eine Holzheizung, dazu Boni für Solaranlage und Bohrung. Registrieren kannst du dich bis längstens 31. Dezember 2026, solange Budget da ist.
  • Die Stadt Wien fördert Photovoltaik an Fassaden mit 30 Prozent der Kosten, bis zu 250.000 Euro, laufend und für Eigentümerinnen und Eigentümer. So steht es in der FörderDatenbank, geprüft an der Quelle am 20. Oktober 2026.

Und dann die Gemeindeebene. Was Gemeinden für Haushalte fördern, unterscheidet sich von Ort zu Ort, von Energie und Umwelt über Familie bis Bildung. Jede Gemeinde hat ihre eigene Liste. Wer sie nicht kennt, zahlt alles selbst.

Die drei Fehler, die Förderungen kosten

  1. Zu spät gefragt. Fast alle Programme verlangen den Antrag vor dem Start, bei der Wirtschaftsagentur Wien sogar vor der ersten Bestellung. Wer die Rechnung schon hat, bekommt nichts mehr. Beim Kesseltausch gilt ab 2027 ebenfalls: erst Antrag, dann Auftrag.
  2. Nur beim Bund gesucht. Bundesprogramme sind bekannt und deshalb schnell leer: Der Kesseltausch war im Juli ausgeschöpft, KMU.DIGITAL im September. Land und Gemeinde laufen oft weiter, ohne dass es jemand merkt.
  3. Veraltete Infos geglaubt. Ein Blogartikel von 2024 nennt Sätze, die heute nicht mehr gelten. Budgets sind begrenzt, Fristen rutschen, Programme werden umbenannt. Ob ein Programm noch läuft, steht nur auf der Seite der Förderstelle, und dort schaut vor dem Antrag kaum jemand nach.

Was die FörderDatenbank anders macht

Kostenlose Einstiege gibt es: das Transparenzportal des Bundes, die Förderdatenbank der Wirtschaftskammer für Mitgliedsbetriebe oder die klimaaktiv-Datenbank für Energie und Klima mit derzeit 88 Einträgen. Jedes davon deckt einen Ausschnitt ab. Was fehlt, sind die Gemeinden, der Blick auf Haushalte und Betriebe zugleich und die Antwort auf die Frage, ob der Eintrag noch stimmt.

Genau dafür haben wir die FörderDatenbank gebaut:

Alles an einem Ort
5.293 Programme von EU, Bund, Ländern, Gemeinden, Kammern und Stiftungen, filterbar nach Stichwort, Förderstelle, Bundesland, Ort, Thema und Förderart.
Stand an der Quelle
Jeder Eintrag ist mit der Seite der Förderstelle abgeglichen, mit Zitat und Prüfdatum. Du siehst, ob du noch einreichen kannst, bevor du Zeit in einen Antrag steckst.
Förder-Match
Du gibst Ort und Vorhaben an und siehst sofort, wie viele Programme passen und was die ersten zwei bringen können. Kostenlos und ohne Konto.
Vorschläge mit Begründung
Lege dein Unternehmen oder deinen Haushalt an. Zu jedem Vorschlag steht, was dafür spricht und was dagegen, etwa „richtet sich an Eigentümer, du wohnst zur Miete“.
Förderrechner und Merkliste
Der Rechner zeigt aus Fördersatz und Höchstbetrag, wie viel Förderung möglich ist und was du selbst trägst. Die Merkliste hält fest, wie weit jeder Antrag ist, von gemerkt über eingereicht bis ausbezahlt.
Neu seit deinem letzten Besuch
Neue und geänderte Programme sind markiert, dazu kommt monatlich ein Newsletter mit allem, was sich geändert hat.

Was die Datenbank nicht ist: ein Ersatz für die Richtlinie. Höhe und Frist stehen drin, soweit die Förderstelle sie nennt, und vor dem Antrag schaust du auf die Programmseite. Die Datenbank sagt dir, wo du hinschauen musst und ob es sich lohnt.

Was kostet der Zugang und wie startest du?

Privat
3,90 Euro im Monat oder 39,90 Euro im Jahr. Alle 3.145 Programme für Privatpersonen, ein Haushalt mit mehreren Vorhaben, passende Vorschläge auch als PDF.
Unternehmen
9,90 Euro im Monat oder 99,90 Euro im Jahr. Alle 2.290 Programme für Betriebe, Gründungen und Vereine, ein Unternehmen mit mehreren Vorhaben.
All-in
14,90 Euro im Monat oder 149,90 Euro im Jahr. Alle Programme, bis zu 10 Unternehmen und 3 Haushalte, dazu der Förder-Insider mit monatlichen Reports, Case Studies und deinen Fragen direkt an unser Team.

Alle Preise inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer. Monatlich zahlst du und kündigst jederzeit zum Monatsende, jährlich ist es mindestens 14 Prozent günstiger. Für Unternehmen ist der Zugang eine Betriebsausgabe, Angestellte können ihn unter Umständen als Werbungskosten absetzen. Mitglieder der FörderAkademie haben die Datenbank inklusive.

Rechenbeispiel: Der Privat-Zugang kostet 46,80 Euro im Jahr. Eine einzige gefundene Förderung wie die 5.000 Euro für die Wärmepumpe entspricht mehr als 100 Jahren Zugang. Für Betriebe: 118,80 Euro im Jahr sind weniger als ein Prozent eines Zuschusses von 20.000 Euro aus Lebendiges Grätzl.

Der Start dauert wenige Minuten: Paket wählen, im Bezahlfenster von Stripe bezahlen, per Mail das Passwort festlegen, loslegen. Ein Konto vorab brauchst du nicht.

Probier zuerst den kostenlosen Förder-Match: Ort und Vorhaben eingeben, passende Programme sehen. Wenn dir die Treffer gefallen, sichere dir den Zugang ab 3,90 Euro im Monat.

Quellen

Häufige Fragen

Gibt es eine kostenlose Förderdatenbank für Österreich?

Ja, mehrere, jede für einen Ausschnitt: das Transparenzportal des Bundes, die Förderdatenbank der Wirtschaftskammer für Mitgliedsbetriebe und klimaaktiv für Energie und Klima. Der Förder-Match der FörderDatenbank ist ebenfalls kostenlos und ohne Konto nutzbar. Den vollen Zugang mit allen 5.293 Programmen, Prüfdatum, Vorschlägen und Merkliste gibt es ab 3,90 Euro im Monat.

Welche Förderungen gibt es in Wien?

Für Betriebe vor allem die Programme der Wirtschaftsagentur Wien, etwa Digitalisierung bis 50.000 Euro, Innovation bis 300.000 Euro oder Lebendiges Grätzl bis 20.000 Euro. Für Haushalte fördert die Stadt Wien unter anderem Photovoltaik, den Heizungstausch und das Wohnen, dazu kommen Bundesprogramme wie der Kesseltausch. In der FörderDatenbank filterst du nach dem Bundesland Wien und siehst alle auf einmal.

Wie finde ich heraus, welche Förderung mir zusteht?

Mit Ort und Vorhaben. Genau das fragt der Förder-Match: Bundesland, Gemeinde, ob Unternehmen oder Haushalt, und was geplant ist, etwa Investition, Energie, Gründung oder Weiterbildung. Dann siehst du, wie viele Programme passen. Im Zugang kommen die Begründungen dazu, was für und was gegen jedes Programm spricht.

Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?

Oft ja, wenn die Richtlinien es zulassen. Bei De-minimis-Förderungen dürfen alle Zuschüsse österreichischer Stellen an ein Unternehmen in drei Jahren zusammen 300.000 Euro nicht übersteigen. Beim Kesseltausch etwa sind Bund und Land kombinierbar, zusammen aber nicht über die Investitionskosten hinaus. Was im Einzelfall gilt, steht in der jeweiligen Richtlinie.

Wann muss ich den Antrag stellen?

Vor dem Start. Bei der Wirtschaftsagentur Wien zählen Kosten frühestens ab dem Tag der Antragstellung, bei Förderungen nach AGVO muss auch die Bestellung danach liegen. Beim Kesseltausch 2027 darfst du erst nach der Antragstellung beauftragen. Deshalb: zuerst prüfen, welche Förderung passt, dann einreichen, dann bestellen.

Porträt von Samy El Makarem

Samy El Makarem

Geschäftsführer der FFVA GmbH

Samy El Makarem berät Unternehmen in Österreich zu Förderungen und ist seit 2015 im Fördergeschäft. In den sozialen Medien folgen ihm über 200.000 Menschen für Förder-Tipps. Mehr über Samy

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